Die häufigsten Katzenkrankheiten

Katzenschnupfen

Katzenkrankheiten

Die Bezeichnung „Katzenschnupfen” ist im Grunde irreführend, denn meist handelt es sich bei diesen Katzenkrankheiten um keinen harmlosen Schnupfen, sondern um eine schwerwiegende, manchmal sogar lebensbedrohliche Infektion. Der Begriff „Katzenschnupfen” hat sich jedoch eingebürgert.

Katzenschnupfen wird in der Hauptsache durch mehrere Erreger hervorgerufen:
Herpes-/Rhinotracheitisvirus  – Calicivirus – Bordetellen – Chlamydien

Symptome:

Gelegentliches Niesen bei der harmlosen Verlaufsform. Eitriger Nasenausfluss, Augentränen und Bindehautentzündungen bei schwereren Fällen

Vorbeugung / Behandlung:

Bei ersten Anzeichen ist ein Tierarztbesuch angeraten, der mit Infusionen oder Antibiotika helfen kann. Gegen die gefährlichsten Katzenschnupfenviren gibt es Impfstoffe.

 

Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)

Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), die im deutschen Sprachgebrauch als ansteckende Bauchfellentzündung bezeichnet wird, ist eine virale Infektionskrankheit bei Katzen, die heutzutage als die bedeutendste infektiöse Todesursache bei der Katze anzusehen ist. FIP ist eine stets tödlich endende Erkrankung.  Am häufigsten erkranken junge Katzen im Alter zwischen sechs Monaten und zwei Jahren oder ältere Tiere ab 14 Jahren.

Symptome:

Fieber, Futterverweigerung, Abmagern, Apathie, dicker Bauch, Durchfall, Erbrechen

Vorbeugung / Behandlung:

Bisher gibt es keine erfolgversprechende Therapie, die Krankheit ist unheilbar. Lediglich die Beschwerden können zu Beginn der Krankheit mit Medikamenten gelindert werden.
Ein Impfschutz ist bei 70 % aller Katzen erfolgreich. Die Impfung muss einmal jährlich wiederholt werden.

Tollwut

Die Tollwut gehört zu den am längsten bekannten viralen Infektionskrankheiten und ist sicher auch die gefürchtetste unter den Katzenkrankheiten. Noch immer sterben jährlich weltweit zehntausende Tiere und Menschen. Tollwut ist nicht heilbar. Die Übertragung erfolgt durch infizierten Speichel. Dank intensiver veterinärbehördlicher Maßnahmen konnte die Tollwut in Deutschland eingedämmt werden. Die Impfung gegen Tollwut ist im Reiseverkehr gesetzlich geregelt und vorgeschrieben.

Symptome:

Abnormes Verhalten: Das kann sich einmal in Auftreten von Aggressivität und Beisswut äußern, in anderen Fällen werden die Tiere apathisch

Vorbeugung / Behandlung:

Eine Behandlung ist aussichtslos. Tiere mit Anzeichen von Tollwut werden von Amts wegen getötet.
Da es auch für Menschen keine Behandlungsmöglichkeit gibt, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, wenn Sie Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier hatten.
Eine freilaufende Katze muss auf jeden Fall jährlich gegen Tollwut geimpft werden.

 

Katzenseuche

Die Katzenseuche ist eine schwere Erkrankung, die in den meisten Fällen tödlich verlaufen kann. Sie wird durch das Feline Panleukopenievirus hervorgerufen. Symptome sind schweres Erbrechen, Appetitlosigkeit und Fieber. Der Tod kann sehr schnell eintreten – besonders bei Welpen. Impfen hat das Auftreten von Katzenseuche signifikant vermindert, trotzdem kommt es noch zu lokalen Ausbrüchen. Ein ähnliches Virus kommt beim Hund vor: es konnte gezeigt werden, dass es von Hund auf Katze übergehen kann.

Symptome:

Durchfall, Erbrechen, Schmerzäußerungen der Tiere bei Berührungen, Apathie, Fieber, Austrocknung des Körpers

Vorbeugung / Behandlung:

Bei Anzeichen sofort zum Tierarzt. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen benötigt ein infiziertes Tier Infusionen und intensive Pflege.
Die vorbeugende Schutzimpfung sollte auf jeden Fall durchgeführt werden (jedoch nicht bei trächtigen Katzen, da bei den Jungen sonst Schäden auftreten könnten).

Übergewicht

Bei Katzen gilt Übergewicht als ernstzunehmende Krankheit, die weitere schwere gesundheitliche Probleme mit sich bringen kann. Dazu zählen unter anderem:

Schwächung des Herz-Kreislauf-Systems

Beeinträchtigung des Immunsystems

erhöhtes Risiko für Tumoren

erhöhtes Risiko für Diabetes

erhöhtes Risiko für Harnsteine

 

Infektion durch Parasiten

Einige Parasiten wie Band- und Hakenwürmer können über den Kot der Katzen auf Menschen übertragen werden. Vor allem, wenn die Katze an Durchfall leidet. Das gilt auch für eine Salmonellose, die meist nur bei Katzen vorkommt, die rohes Fleisch fressen, oder als Freigänger Vögel und Katzen jagen und verspeisen.

Symptome:

Häufig treten Durchfall und Erbrechen, Verstopfung, Gewichtsverlust, Appetitmangel und ein Kugelbauch auf. Manchmal sind auch Atembeschwerden zu beobachten.

Erste Anzeichen von Katzenkrankheiten

  • Die Katze hat zwar Appetit, mag aber nicht richtig fressen. Ein möglicher Hintergrund könnten Zahn- oder Zahnfleischprobleme sein.
  • Auf eine Nierenerkrankung lässt sich auch schließen, wenn die betroffene Katze plötzlich sehr viel trinkt.
  • Bestehen Schmerzen, kann sich dies in aggressivem Verhalten wie Kratzen oder Beißen äußern.
  • Bewegt sich das Tier nicht mehr gerne, spielt kaum oder gar nicht, dann könnten Gelenkprobleme dahinter stecken.
  • Probleme mit den Gelenken könnten auch der Grund dafür sein, wenn die Katze aufhört, sich richtig zu putzen.
  • Muss sich eine Katze häufig übergeben, besteht die Gefahr, dass sie dehydriert. Der Tierarztbesuche sollte möglichst bald erfolgen.
  • Fängt ein Tier damit an, sich die Haare auszureißen oder putzt es sich verstärkt, kann Juckreiz der Grund sein. Möglicher Auslöser sind eventuell Parasiten oder eine Futtermittelallergie.
  • Miaut die Katze lauter oder öfter als üblich, kann dies ein Hinweis auf Schmerzen sein. Manchmal stecken auch Gehörprobleme dahinter.
  • Verkriecht sich das Tier auffallend häufig, kann ebenfalls eine Erkrankung der Hintergrund sein.
  • Die Katze riecht unangenehm aus dem Maul. Auch hier könnten – neben vielen anderen möglichen Ursachen – Probleme mit Zähnen oder Zahnfleisch vorliegen.
  • Sie wirkt auffällig müde und matt. Sie schläft deutlich mehr als sonst üblich.
  • Sie ist plötzlich nicht mehr stubenrein. Ursache kann eine schmerzhafte Blasen- oder Nierenerkrankung sein.